Über mich
Ich bin Jana Engel — Autorin, Denkerin und Seelenguide.
Mit Zwischen Genie und Wahnsinn erschaffe ich ein freies Denklabor:
ein Raum für Essays, Gedanken und Perspektiven,
die sich jenseits von Schlagzeilen bewegen.

Woher ich komme
Ich bin in der DDR aufgewachsen. Ich war überzeugt vom Sozialismus, vom Kommunismus – aus einem echten Idealismus heraus. Ich habe Weltraumutopien gelesen, von einem entwickelten Menschen geträumt, der seine Konflikte überwindet und gemeinsam mit anderen die Welt erschließt. Star Trek: The Next Generation ist bis heute mein Bild davon, wie Menschen zusammenleben könnten – divers, mit allen Stärken und Schwächen, immer wieder um Verständigung ringend.
Jedoch: auch im real gelebten Sozialismus zeigten sich am Ende dieselben alten Muster: Opportunismus, Machtorientierung. Das hat mich lange Zeit politikverdrossen gemacht.
Ich erzähle das so offen, weil es mir wichtig ist und weil es mich geprägt hat. Sich Indoktrination und systemhaften Einflüssen zu entziehen, ist nie einfach – egal in welchem System. Um so mehr braucht es, sich dem zu widersetzen. In der DDR schwiegen selbst die, die anders dachten. Schweigen aber bewirkt am Ende dasselbe wie Zustimmung. Diese Erfahrung ist eine der Quellen meines Schreibens – sie hat mir gezeigt, wie formbar Menschen sind – wir alle sind es. Und sie bewegt mich dazu zu sprechen und offen meinen Standpunkt zu vertreten.
Wie ich zu meinen Themen komme
Lange habe ich mich vor allem mit der individuellen Dimension des Menschen beschäftigt. Mit dem Holocaust setze ich mich seit jeher auseinander – als Deutsche halte ich das für eine Verantwortung, der man sich nicht entziehen sollte. Die Frage, warum so etwas geschehen konnte, lässt mich nicht los.
Irgendwann hat mich das Thema Israel und Palästina, die Geschehnisse in Gaza, wieder stärker ins Außen gezogen. Es beschäftigt mich nach wie vor. Mein Blick ist zu den beunruhigenden Entwicklungen in den USA gewandert. Einrichtungen wie „Alligator Alcatraz“ haben mich auf erschreckende Weise an Konzentrationslager erinnert.
Ich hörte einen Podcast über Peter Thiel und das neoliberale Denken. Schaute einen Dokumentation über die Evangelikalen. Und mich begann die Frage zu bewegen: Welche Kräfte wirken eigentlich im Hintergrund unserer Welt?
So bewege ich mich zwischen diesen Themen: Macht, Ideologie, Erinnerung, Systemen und Strukturen. Immer mit der Sorge im Hinterkopf, dass sich alte Muster von Ausgrenzung und Gewalt gegen Andere auch wieder in Deutschland verstärken können – und dass wir selbst noch sehr viele Hausaufgaben machen müssen.
Mein Verständnis entwickelt und schärft sich weiter. Und, ich habe gemerkt: Ich kann mich nicht verkriechen. Wenn ich etwas sehe, eine Meinung habe – dann gehört sie gesagt, nicht nur gedacht.
Wer ich bin, wenn ich schreibe
Ich habe BWL studiert, arbeite schon lange in der IT. Keine sozialwissenschaftliche Ausbildung, kein Journalismus-Studium. Ich bin Autodidaktin, aus reinem Interesse. Das sehe ich nicht als Nachteil, sondern als Freiheit: Ich denke nicht von bestehenden Theorien aus, sondern von meinem eigenen Denken – und schaue erst danach, wo es andockt.
Ich denke in Bildern, in Mustern, manchmal in Archetypen. Meine Texte sind essayistisch, nicht akademisch-sachlich. Ich will nicht überzeugen – ich will neugierig machen auf Zusammenhänge, auf das, was hinter den Dingen wirkt. Denn: Wer Strukturen versteht, ist ihnen nicht mehr ausgeliefert.
Was mich antreibt
Freiheit. Mitgefühl. Verantwortung – für sich selbst und für die Welt. Der Mensch im Zentrum, nicht das System.
Und eine Frage, die hinter fast allem steht, was ich schreibe: Wie wollen wir leben? Wie wollen wir zusammenleben?
Ich glaube daran, dass wir Differenzen ausgleichen können – auch wenn ich weiß, wie schwer das ist. Vielleicht gerade deshalb.




